Vorratscheck und Einkaufslisten
Jetzt den Vorratsschrank checken!
Mit diesen Checklisten und beispielhaften Einkaufsztteln lässt sich leicht prüfen: Ist im Vorrat alles vorhanden? Sind ausreichend Lebensmittel für 10 – oder mindestens 3 – Tage vorhanden? Was müsste eingekauft werden? Und wie kann der Vorrat im Alltag eingebunden werden?
Mit dem Vorrat sollten alle Haushaltsmitglieder möglichst für 10 Tage selbst versorgt werden können. Aber auch ein Vorrat für mindestens 3 Tage ist im Ernstfall hilfreich.
Im Vorrat sollten vor allem Lebensmittel mit folgenden Eigenschaften vorhanden sein:
- haltbare Lebensmittel
- Lebensmittel wie bspw. in Konserven oder Gläsern, die nicht gekühlt werden müssen. Sie verderben auch nicht, wenn der Strom ausfällt.
- fertige Lebensmittel
- Essen, das nicht gekocht werden muss. Es kann auch verzehrt werden, wenn der Herd aufgrund eines Stromausfalls nicht funktioniert.
- Lebensmittel mit kurzer Kochzeit
- Lebensmittel oder Gerichte, die mit wenig Energie gekocht werden können. So kann bspw. ein Campingkocher oder Grill bei einem Stromausfall aushelfen.
Unbedingt – Welche Lebensmittel bevorratet werden, sollte auf individuelle Vorlieben, Gewohnheiten und Bedarfe zugeschnitten sein.
- Welche Lebensmittel schmecken mir?
- Was esse ich gerne?
- Haben ich oder andere Haushaltsmitglieder Allergien oder Unverträglichkeiten?
- Hat jemand besondere Bedarfe (wie bspw. Kleinkinder, Haustiere, ältere Menschen)?
Ja, ein solch "lebendiger Vorrat" oder ein "rollierendes System" ist zu empfehlen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und sicherzustellen, dass im Fall der Fälle haltbare, noch genießbare Lebensmittel vorrätig sind.
Hilfreiche Prinzipien:
- Sortierung nach Lebensmittelgruppen
- Vorräte sortiert nach Lebensmittelgruppen aufzubewahren hilft, den Überblick zu behalten.
- lebendiger Vorrat
- Vorhandene Vorräte gezielt in die Essensplanung integrieren und regelmäßig vor Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums verzehren.
- Verbrauchte Produkte zeitnah ersetzen und den Vorrat wieder aufstocken.
- First in – first out-Prinzip
- Neu gekaufte Lebensmittel hinten im Regal einräumen.
- Ältere Lebensmittel stehen vorne und werden zuerst verbraucht.
Pro Person sollten folgende Mengen vorrätig sein:
| Verzehrfertige Mahlzeiten | 1-3 Konserven |
| Getreideprodukte | 2 Packungen |
| Gemüse, Pilze, Hülsenfrüchte | 6-8 Konserven |
| Obst und Nüsse |
1-2 Obstkonserven 1-2 Packungen getrocknete Früchte 1 Packung Nüsse |
| Milchprodukte oder vegane Alternativen | 2-3 haltbare Produkte nach Geschmack |
| Fleisch, Fisch, Eier oder vegane Alternativen | 1-2 ungekühlte Produkte |
| Öle / Fette | 1 Flasche pflanzliches Öl |
| Getränke | 6 Liter Wasser |
| Sonstiges | Gewürze, Süßigkeiten, Riegel, salzige Snacks |
| Eigene Bedarfe | ... |
OHNE STROM: So könnte der dreitägige Vorrat mit Beispiel-Lebensmitteln für einen 1-, 2- oder 4-Personen-Haushalt aufgestellt sein:
(zum Vergrößern auf das Bild klicken / zum Herunterladen auf die Überschrift klicken)
Notfall-Warenkorb (ohne Strom) je Haushaltsgröße

MIT STROM: So könnte der dreitägige Vorrat mit Beispiel-Lebensmitteln für einen 1-, 2- oder 4-Personen-Haushalt aufgestellt sein:
(zum Vergrößern auf das Bild klicken / zum Herunterladen auf die Überschrift klicken)
Notfall-Warenkorb (mit Strom) je Haushaltsgröße

Ja, der Vorratskalkulator ist ein Online-Rechner, der den persönlichen Vorrat je nach Haushaltsgröße für 1-28 Tage berechnen kann.
Zum Vorratskalkulator: https://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz BBK, ist die zentrale Stelle für den Bevölkerungsschutz in Deutschland. Im BBK laufen alle Bereiche des Schutzsystems zusammen.
Ein Aspekt ist die Vorsorge der Bevölkerung für Krisen- und Katastrophen.
Im Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" fasst das BBK Vorsorge- und Handlungsempfehlungen für verschiedene Notsituationen zusammen. Eine enthaltene Checkliste unterstützt bei der persönlichen Vorsorgeplanung.
Die durch das ZEHN aufbereiteten Praxistipps basieren auf den Empfehlungen des BBK und Ergebnissen, die durch die Arbeitsgruppe Transformative Ernährungs- und Konsumsysteme an der Hochschule Osabrück bereitgestellt wurden. (Frerk M, Schmid L, Speck M, 2026).
Die Erarbeitung der Angebote des ZEHN basieren u. a. auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppe Transformative Ernährungs- und Konsumsysteme an der Hochschule Osnabrück. In der Präsentation "Private Ernährungsnotfallvorsorge und ein Beispiel für einen 'Notfall-Warenkorb'" haben sie die wichtigsten Ergebnisse ihrer Arbeit zusammengefasst.
online: https://doi.org/10.48769/opus-9257
Quellenangabe: Frerk M, Schmid L, Speck M (2026): Private Ernährungsnotfallvorsorge und ein Beispiel für einen "Notfall-Warenkorb". https://doi.org/10.48769/opus-9257