ZEHN - Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen
bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ 2021

bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ 2021

Vom 29. September bis 6. Oktober 2021 fand die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ zum zweiten Mal statt. Zahlreiche Niedersächsinnen und Niedersachsen haben sich mit eigenen Ideen beteiligt. Wir bedanken uns recht herzlich für den tollen Einsatz!

 
Tomatenherz - © stockadobe.com - NataLis_

LEBENSMITTELRETTEN LEICHT GEMACHT

Kartoffeln, Brötchen und Co. sind viel zu schade für die Tonne, oder? Egal ob Verein, Betrieb oder Privatperson: An der bundesweiten Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ vom 29. September bis zum 6. Oktober haben sich zahlreiche Aktive in Niedersachsen beteiligt. Die Aktionswoche fand 2021 zum zweiten Mal statt. Niedersachsenweit lag die Koordination beim ZEHN, bundesweit organisiert hat sie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Der Schwerpunkt 2021 lag auf dem Thema Obst und Gemüse.

 

DAS WAREN DIE LEBENSMITTELRETTER*INNEN 2021
Von Oldenburg über Diepholz bis Wolfsburg, von Osnabrück bis Hannover: Auch in 2021 hat Niedersachsen sich wieder mit zahleichen Aktionen bei "Deutschland rettet Lebensmittel" beteiligt. Wir vom ZEHN bedanken uns recht herzlich bei allen Aktiven. Alle Aktionen aus 2021 sind in der Übersicht unten aufgelistet. 

Familie - © stockadobe.com - Drobot_Dean
Gemüsekorb - ©  Halfpoint- stock.adobe.com

AUF EIN NEUES 2022

Im kommenden Jahr wird die bundesweite Aktionswoche wieder im Herbst stattfinden. Ein genaues  Motto steht noch nicht fest. Ab Sommer 2022 werden Sie an dieser Stelle ausführlichere Informationen finden. Wir freuen uns, wenn Sie dann mit einer eigenen Idee dabei sind!


Rückblick: Aktionen für mehr Lebensmittelwertschätzung aus Niedersachsen 2021

So kreativ ist Niedersachsen, wenn es um Lebensmittelwertschätzung geht! Hier stellen wir Projekte aus unserem Bundesland vor, die sich an der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ 2021 beteiligt haben. 

Landwirtinnen und Landwirte stehen ganz vorne in der Wertschöpfungskette und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Ernährung! Wer die fertigen Produkte kauft, weiß oft nicht, was hinter der Produktion steckt: Welcher Arbeitseinsatz? welche Ressourcen- oder Landnutzung? Und welche Teile des Gemüses darf man „überraschenderweise“ noch mitessen?

Daher haben für Niedersachsen das Landvolk, die Landwirtschaftskammer und das ZEHN die Landwirt*innen zu einer gemeinsamen Social-Media-Aktion aufgerufen: In kurzen Videoclips erklärten Landwirt*innen unter dem #DeutschlandRettetLebensmittel und #NiedersachsenRettetLebensmittel Hintergründe rund um unsere Lebensmittel, das Leben auf dem Hof und welche Rolle das Thema Lebensmittelverschwendung für sie spielt.

 

 "Ich bin doch nicht von gestern..." - ein einfaches Würfelspiel, das auch schon ganz jungen Lebensmittelwertschätzern den Wert von nicht mehr "taufrischem“ Obst, Gemüse u. Co. spielerisch zeigt: solche Lebensmittel einsammeln, damit punkten und dann daraus eine kleine Mahlzeit zaubern. Das Spiel gab es gegen eine Spende für die Tafel Osnabrück als Druckvorlage zum Ausmalen.  

Spiel_Högermann - © Högermann

 

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen verknüpfte die Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ in diesem Jahr mit dem Tag der Schulverpflegung und hatte dazu folgenden Angebote:

23.09.2021 | Auftakt am Tag der Schulverpflegung: Online-Veranstaltung "Was hat unser Schulessen mit dem Klima zu tun?“, Zielgruppe: Schulen und Träger des Ganztages

29.09. – 06.10.2021 | Aktionswoche "Prima Klima in der Schulmensa – VERSCHWENDEN BEENDEN!", Tellerrestemessung in der Mensa zu messen

06.10.2021 | Online-Treffen "Klimagesunde Schulverpflegung – pflanzenbasierte Vielfalt genießen“ Zielgruppe: Verpflegungsanbieter

Logo vom Tag der Schulverpflegung - © Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen

 

"Lebenmittelwertschätzer" und der Ambrosia Bioladen in Osnabrück organisierten eine interaktive Schreibwerkstatt für Groß und Klein. Dabei riefen die Institutionen dazu auf, Geschichten (Abenteuer. Rollenspiele, Gedichte, einen Liedtext u. ä.) zu den "Schmatzlingen" zu schreiben - Handpuppen aus Socken, die Obst und Gemüse lieben, was nicht mehr der Norm entspricht.

Besonders schöne Beiträge wurden auf den Facebookseiten von Lebensmittelwertschätzer und vom Ambrosia Bioladen veröffentlicht. 

Schmatzlinge Schreibwerkstatt - © Christiane Högermann

 

Für die Aktionswoche hatte der Seelzer Brotkorb e.V.  ein paar außergewöhnliche Brotaufstriche kreiert, denn: Aus Obst- und Gemüseresten oder überreifen Lebensmitteln lassen sich leckere Frucht- und Gemüseaufstriche fürs Brot herstellen, statt die Früchte zu entsorgen.

Überschüssige Lebensmittel konnten zudem für die eigene Ausgabe gespendet werden. 

Marmeladen aus Obst- und Gemüseresten  - © Oliver Wehse

 

 

Wie werden Kartoffeln angebaut? Wie geerntet? An zwei Wochenenden im September und Oktober konnten Interessierte Kartoffeln auf dem Acker der Familie Schulze im Raum Gifhorn/Wolfsburg selber ernten.

Vor Ort hatte jede*r die Chance, mit Expert*innen ins Gespräch zu kommen. Es gab Infos, wie Kartoffeln am besten gelagert werden, damit sie möglichst lange halten und ob gekeimte Kartoffeln noch essbar sind.
 

bunte Kartoffelernte auf dem Feld - © Maren Schulze

 

Blätter, Wurzel, Schalen, Strunk - viel zu schade für den Biomüll! Gemüsereste lieber mit Wasser köcheln lassen und so eine würzige Brühe als Grundlagen für Suppen und Saucen zaubern.

Was alles für die Gemüsebrühe verwertet werden kann und in welchen Rezepten sie besonders gut schmeckt, verriet der Küchenleiter der DGE-zertifizierten Betriebsgastronomie im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Albin Schadzek. Jede*r durfte kommen, denn die öffentliche Kantine steht allen offen! Natürlich durfte die Brühe auch probiert und ein kleines Glas mitgenommen werden. 

Zusätzlich wurden in der Aktionswoche die Tellerreste der Tischgäste gesammelt und gewogen, um sichtbar zu machen, wie viel übrig geblieben ist.

 

In einem kostenlosen Onlinevortrag der Verbraucherzentrale ging es um Wissenswertes zum nachhaltigen und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln.

Viele Millionen Tonnen noch genießbarer Lebensmittel landen jährlich im Müll. Dadurch werden nicht nur Rohstoffe verschwendet und das Klima belastet. Auch unter ethischen Gesichtspunkten sind die hohen Lebensmittelverluste ein Problem. Der Online-Vortrag der Verbraucherzentrale Niedersachsen zeigte, was der oder die Einzelne unternehmen kann, um die Lebensmittelverluste im Alltag zu reduzieren. Er informierte über globale Zusammenhänge und es gab Tipps, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf, bei der Lagerung und der Zubereitung Zuhause achten können. 

Verbraucherzentrale Niedersachsen  - © Verbraucherzentrale Niedersachsen

 

Zu einem Online-Workshop lud das Umweltzentrum Hollen gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager der reformierten Kirche ein. Anschließend gab es für alle ein Zero-Waste Rezept, das jede*r in seiner Küche zubereitet hat. Passend erschien dann noch eine Podcastfolge von "Wirfmichnichtweg" mit einem Bildungsreferenten von "Brot für die Welt". 

 

Am 5. Oktober haben die VHS des Landkreises Diepholz und das Umweltzentrum Hollen einen kleinen Einblick gegeben, wie Lebensmittelverschwendung in der Küche reduziert werden kann. Dabei wurden die theoretischen Grundlagen für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln vermittelt und und es gab viele Tipps für die Umsetzung zu Hause. Rezepte und kurze Filme rundeten den Vortrag ab.

 

Die KreisLandFrauen Bersenbrück haben aufgerufen, Obst aus dem eigenen Garten oder von frei verfügbaren Bäumen am Wegesrand / auf Streuobstwiesen (z.B. gekennzeichnet mit Gelbem Band) zu frischem Saft vermosten zu lassen. Der gepresste eigene Saft konnte käuflich erworben werden in 5 l Packs zum Preis von 6,- € . Es bestand auch die Möglichkeit, den eigenen Saft für Kindergärten zu spenden.

Rewena Äpfel am Apfelbaum - © Sigrid Schüler

 

Die Bäckerei Dietz aus Buxtehude stellte aus übriggebliebenem Brot Brotbrand her. 

Gerade in der Weihnachtszeit werden viele Gebäckspezialitäten mit Alkohol aromatisiert. Neben dem Flaschenverkauf wollte die Bäckerei weitere Verwendungsmöglichkeiten für den Brotbrand nutzen. So z. B. in der Haustorte, in Dinkel-Christstollen, in aromatisiertem Marzipan, oder in der Punschspezialität Wintertied. So konnte auch teilweise der Einsatz von Rum, der mit Zuckerrohr in Übersee hergestellt wird, mit einem regionalen Produkt ersetzt werden.

 

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen e. V. hat vielseitige Hinweise zu Bildungsmaterialien für Kindertagesstätten und Schulen sowie Infos und Anregungen zur Lebensmittelwertschätzung angeboten.

Auf der Internetseite www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/lebensmittel-wertschaetzen gab es verschiedene Informationen rund um das Thema der Lebensmittelwertschätzung und -verschwendung mit Fokus auf Schulen und KiTas. Zum Beispiel: 

  • Nachhaltigkeit in der Schulverpflegung - Kriterien für eine klimaschonende Ernährung
  • Schulverpflegung mit Verantwortung - Anregungen, Materialien und Hilfen für die Schulverpflegung zum Thema Lebensmittelwertschätzen, Reste vermeiden, Verschwendung entgegenwirken
  • Lebensmittelwertschätzung ganz praktisch - Informationen und die Links zu den über 65 außerschulischen Lernorten in Niedersachsen 
  • Lebensmittelwertschätzung - "Kürbisvielfalt auf der Spur" und "Alte Apfelsorten neu entdeckt" 
  • Frühstück und Snacks für die KiTa – frisch, lecker, nachhaltig. Tipps für die Frühstücksbox, Regrow-Aktion und Snackkultur
  • Erdüberlastungstag 2021 - Wie kann Ernährung zur Entlastung beitragen? 
  • Lebensmittel retten & fair-teilen - Informationen und Einblicke ins System Foodsharing

 


Kontakt

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Schneider, Charlotte

Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen
Telefon: 0441 801-577
Telefax: 0441 801-570
E-Mail:

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Gelbes Band – das Ernteprojekt

Gelbes Band – das Ernteprojekt


Das Ernteprojekt "Gelbes Band" bringt sie zusammen: Obstbaumeigentümer*innen, die zu viel Obst haben und Menschen, die gerne selbst Obst pflücken möchten, aber keinen Baum haben. Jetzt mitmachen und ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. 

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