ZEHN - Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen
Schnippeldiskos in Niedersachsen

Schnippeldiskos in Niedersachsen

Lebensmittel retten, nebenbei Musik hören und mit neuen Leuten ins Gespräch kommen? Schnippeldiskos machen es möglich!
Informieren Sie sich hier über die Idee - vielleicht bieten auch Sie bald eine eigene Schnippeldisko an?
Hinweis: Tipps für Schulen finden Sie ganz unten auf dieser Seite. 

LEBENSMITTEL RETTEN LEICHT GEMACHT

Krummes Obst, schlaffer Salat und trockenes Brot sind viel zu schade und wertvoll zum Wegwerfen! Gemeinsam lässt sich etwas dagegen tun! Zum Beispiel lassen sich bei "Schnippeldiskos" Obst, Gemüse und andere Lebensmittel retten. Dabei werden schrumpelige, krumme oder ältere Lebensmittel zusammen kleingeschnippelt und zu Suppen, Bowls, Salaten oder Smoothies verarbeitet. Im Hintergrund läuft Musik für gute Stimmung.

Schnippeldiskos können zum Beispiel während der "Aktionswoche Zu gut für die Tonne!" angeboten werden. Während dieser Woche finden bundesweit Aktionen zum Thema Lebensmittelverschwendung statt. Mehr Informationen zur Aktionswoche finden Sie hier

Schrumpelige Paprika, Lauch und Zucchini
© Charlotte Schneider

 

Schnippeldisko am Heldensamstag in Cloppenburg
© Ehrenamtsagentur Cloppenburg

ZEITRAUM UND ZIELGRUPPE

Zeitraum:
Das entscheiden Sie. Anbieten würde sich zum Beispiel die Aktionswoche Zu gut für die Tonne! vom 29. September bis 6. Oktober 2024. 

Zielgruppe und Ort:
Auch das bestimmen Sie: Ob Ihre Mitglieder im Verein oder Kund*innen auf dem Wochenmarkt. Sie können Personen im Mehrgenerationenhaus willkommen heißen. Oder einer Kitagruppe, Schulklasse oder Studierenden das Thema näherbringen.

 

ZUTATEN UND KOOPERATIONEN

Die Erfahrung zeigt, dass vegane und vegetarische Angebote aufgrund der hygienischen Handhabung praktikabler und sinnvoller sind. 

Lebensmittel retten können Sie auf verschiedenen Wegen. Sie können sich z. B. mit der lokalen Tafel e. V. zusammenschließen oder sich mit foodsharing, Slow Food, Landwirt*innen, Bäckereien oder dem örtlichen Supermarkt absprechen, um überschüssige Lebensmittel zu erhalten.

Bei kleineren, privaten Gruppen kann das Motto gelten: „Jede*r bringt Lebensmittel mit“.

Marktgemüse zum halben Preis
© Charlotte Schneider

 

Schnippeldisko in Berlin
© ZEHN

NAME UND EVENT

Slow Food Youth hat den Begriff „Schnippeldisko“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um Events, bei denen überschüssige, ausrangierte oder schrumpelige Lebensmittel gemeinsam weiterverarbeitet werden, in einer netten Atmosphäre mit Musik und anregenden Gesprächen.
„Schnippeldisko“, „Schnibbeldisco“, „Disco Soup“ oder „Schnippeltalk“  - Sie können Ihr Angebot nennen, wie Sie möchten.

Bei einer Disko läuft Musik, bei einem Talk kann ein spezielles Thema auf den Tisch gebracht werden. Sicherlich haben Sie noch weitere Ideen passend zu Ihrer Zielgruppe.

Geschnippelt und getanzt wurde  z. B. am 19. 01. 2024 in Berlin auf der Schnippeldisko von Slow Food Youth. Eine tolle Veranstaltung mit vielen netten, offenen, hilfsbereiten Menschen die gemeinsam ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung gesetzt haben.  Hier finden Sie ein Interview mit einer der Organisator*innen Clara Bobbert. 

 

Wenn Sie eine Schnippeldisko planen und dazu noch Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden. 

 

Bereits durchgeführte Schnippeldiskos in Niedersachsen

„Die Schnippeldisko am 25.04. wurde organisiert von Slowfood Youth und der SoLaWi Wildwuchs e. V. in Kooperation mit dem Haus der Jugend in Hannover. Sie war ein voller Erfolg.

Wir haben Gemüse gespendet bekommen, und vor Ort dann entschieden, welche Gerichte daraus zubereitet werden können.

Unter den rhythmischen Klängen der Musik und unter der funkelnden Discokugel wurde geschnippelt & gekocht, Salate zubereitet und Dips angerührt. Von einer Biobäckerei gab es "altes" Brot, das wir ebenfalls gut verwenden konnten.

Beim Schnippeln, Kochen und besonders beim gemeinsamen Essen wurde viel diskutiert und interessante Gespräche geführt.

Die Teilnehmenden wünschen sich eine Wiederholung. 

Interessant war für uns Organisierende, wie unterschiedlich und zum Teil auch gering die Erfahrungen der Jugendlichen in Bezug auf manche Kräuter und Gemüse sind. Im Zeitalter der berufstätigen Eltern ist das Kochen und die gemeinsame Mahlzeiten wie es in früheren Generationen üblich war, nicht mehr alltäglich, so dass viel Wissen nicht mehr weitergegeben werden kann.

Das zeigt, das Ernährung unbedingt in die Bildungspolitik gehört.“
H. Beermann

Schnippeldisko in Hannover
© H. Beermann

 

"Fünfzig junge Menschen setzten am 1. Mai in der KUFA Hildesheim ein Zeichen für nachhaltige Ernährung. Die Helfer*innen kochten bei einer Schnippel-Party leckere Gerichte aus Lebensmitteln, die ansonsten in der Tonne gelandet wären. Daneben gab es Musik und ein buntes Rahmenprogramm.

Zu der Schnippel-Party hatten viele Gruppen gemeinsam aufgerufen: Die BUNDjugend Hildesheim, die Soli-Küche (SoKü) Hildesheim, Foodsharing Hildesheim, Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. und das Erasmus Student Network Hildesheim. Unterstützt wurde die Aktion von der Jugend im Bund für Umwelt und Natuschutz (BUND) Niedersachsen e.V. und dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) e.V.

Die verwendeten Lebensmittel wurden von Foodsharing Hildesheim zur Verfügung gestellt. Darunter waren Brötchen und Brot vom Vortag sowie Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern, die deshalb als unverkäuflich aussortiert wurden. Mit kritischem Blick begutachtete das eingespielte Team der SoKü Hildesheim die geretteten Lebensmittel und legte beiseite, was tatsächlich verdorben war. Nur fünf Kilo wurden am Ende aussortiert. 55 Kilo noch frische Lebensmittel verarbeiteten die motivierten Helfer*innen zu Kartoffel-Möhren-Eintopf, Nudeln mit Gemüsesoße, Obstsalat, Apfelkompott und Bananenbrot. Selbst den gänzlich vertrockneten Brötchen schenkte das Kochteam noch ein zweites Lebens als knusprig gebratene Croûtons. 

Aus den geretteten Lebensmitteln wurde ein reichhaltiges und kostenloses Menu für hundert Menschen gekocht. Wer mochte, konnte bei einem Pub-Quiz rund um das Thema globale Landwirtschaft und Ernährung mitknobeln. In der lauschigen Terrasse hing ein Riesen-Wimmelbild des Jugendumweltnetzwerkes JANUN, das die sozialen und ökologischen Folgen unseres derzeitigen Ernährungssystems sowie nachhaltige Alternativen veranschaulichte. Wer nun Lust bekommen hatte, regelmäßig gemeinsam mit anderen gerettete Lebensmittel zu verwerten, konnte das Team der SoKü Hildesheim ansprechen. Immer mittwochs kocht das engagierte Team vielseitige vegane Gerichte. 
Natalia Spetter vom VEN erklärt: "Wir können hier vor Ort in Hildesheim und Niedersachsen einen Beitrag für eine gerechtere globale Ernährung leisten. Dafür ist es wichtig, viele verschiedene Akteure zusammenzubringen und in Austausch zu kommen - so wie es heute hier passiert."

Schnippeldisko in Hildesheim
© Romina Ranke/ BUNDjugend Niedersachsen

 

"Der 2. Mai ist der Tag der Lebensmittelverschwendung. Statistisch gesehen werden alle bis zu diesem Datum produzierten Lebensmittel, im Laufe dieses Jahres im Müll landen. Rund um den 2. Mai fanden deswegen in ganz Niedersachsen viele Veranstaltungen statt, um auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen. Das war auch der Anlass für die BUNDjugend gemeinsam mit dem VEN (Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen), foodsharing und Viva con Aqua am 4. Mai eine Schnippelparty im Bonikeller in Lingen zu veranstalten.

Im Vorfeld unserer Schnippelparty organisierte foodsharing die Abholung von aussortierten Lebensmitteln bei Supermärkten in Lingen. Als wir im Bonikeller ankamen, waren wir überrascht über die großen Mengen, die dabei zusammengekommen waren. So viel Obst und Gemüse, dass teilweise noch ganz makellos aussah. Sofort machten wir uns an die Menüplanung und einigten uns auf ein Curry mit Spinat und Pilzen, eine Kartoffelsuppe mit ganz viel Suppengrün, einen grünen Salat, einen Obstsalat und Bananenbrot. Und obwohl wir damit einen großen Teil der geretteten Lebensmittel verarbeiteten wollten, war noch immer richtig viel Obst und Gemüse übrig. So stellten wir schon zu Beginn des Tages vieles in den lokalen fairteiler. Es war schön zu sehen, wie gut der fairteiler in Lingen angenommen wurde, denn schon nach wenigen Stunden war der volle fairteiler wieder leer.

Ungefähr 10 Menschen fingen zunächst zu Schnippeln an. Die Stimmung war sehr offen und alle kamen miteinander ins Gespräch. So kamen die ersten Töpfe mit geschnittenem Gemüse auch schnell in der Küche an. 

Während das Essen gekocht wurde, konnten die Teilnehmer*innen gemeinsam ihr Wissen testen und erweitern. Außerdem gab es die Möglichkeit das Wissen über die Nachhaligkeitsziele am SDG-Rad zu testen und die eigenen Assoziationen zur nachhaltigen Ernährung als Foto festzuhalten. Die Posterausstellung zum Thema Tierhaltung und Landwirtschaft zog zusätzlich viele Interessierte an.

Dann war das Essen auch schon fertig und es waren nochmal mehr Menschen dazugekommen, so dass sich nun rund 30 Leute über ein leckeres Essen freuten. Alle langten ordentlich zu und staunten, was aus den ganzen geretteten Lebensmitteln noch geworden war. Am Ende waren alle satt und trotzdem war noch richtig viel Essen übrig. Doch sofort entstand eine super schöne Dynamik, da alle sich bemühten das ganze Essen noch an die Leute zu bringen. Wir sprachen draußen Menschen an, die grade vorbei spazierten, ob sie nicht noch Lust auf ein leckeres Abendessen hätten. Alle freuten sich, dass nun all das Essen auch noch Verwendung fand.

So macht Nachhaltigkeit und Lebensmittel retten Spaß! Danke an alle Unterstützer*innen und Teilnemer*innen, die diese tollen Schippelpartys begleitet und besucht haben. Es hat viel Spaß gemacht!"

Schnippeldisko in Lingen
© Romina Ranke/ BUNDjugend Niedersachsen

 

"Für unsere Schnippeldisco haben sich im Vorfeld schon 18 Menschen aller Generationen und Kulturen angemeldet. Letztendlich aktiv waren jedoch über 50 Personen. Von der begeisternden Musik angezogene haben sich Passanten spontan entschlossen, mitzuschnippeln.  Das Gemüse der Cloppenburger Tafel wurde zu einem leckeren Curry mit einerseits gefüllten Tortellini und anderseits Couscous verarbeitet. Für den süßen Abschluss gab es noch einen bunten Obstsalat für alle Gäste.
Insgesamt konnten wir über 100 Personen mit einer gesunden und vor allem schmackhaften Mahlzeit glücklich machen.

Die Cloppenburger Tafel hat uns dafür 15 Kisten mit dem unterschiedlichsten Gemüsesorten, wie z. B. Chinakohl, Paprika, Zwiebeln, Chilis, Tomaten, Zucchini und Champignons sowie Obst in Form von Äpfeln, Pfirsichen, Mangos, Trauben, Heidelbeeren, Birnen, Zitronen usw. zu Verfügung gestellt. Auch die Ravioli kamen von ihnen.

Ganz nach dem Motto unserer Freiwilligentage „Gemeinsam gelingt Gutes“ wollen wir vor allem zeigen , wie wertvoll Lebensmittel sind und ein deutliches Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. Auch das fröhliche Schnippeln schafft Gemeinschaft und verbindet Kulturen.

Eingebunden war die Schnippeldisko wieder in unseren diesjähriger Freiwilligentag, unser Heldensamstag. Er war ein großartiger Erfolg und klingt noch in uns allen nach. Wir haben über 300 Freiwillige in den Projekten erleben dürfen, die sich engagiert haben.  Selbst mehrere heftige Regenschauer konnten die allseits spürbare gute Stimmung nicht trüben.

Wir werden die Schnippeldisco auf jeden Fall wiederholen, da es für alle Beteiligten von großem Mehrwert war."

J. Klaus, Ehrenamtsagentur Cloppenburg

Schnippeldiskos auf dem Heldensamstag in Cloppenburg, 2023 und 2024
© Ehrenamtsagentur Cloppenburg

 

Am 28. Juni 2024 findet von 16-20 Uhr die diesjährige Schnippeldisko in Oldenburg auf dem Marktplatz Bloherfelde statt.

Vor der Tonne gerettete Lebensmittel werden geschnippelt, zubereitet und gemeinsam gegessen. Dazu gibt es Live-Musik mit Band und DJ, Spiele für Groß und Klein, Infostände von Umweltinitiativen und verschiedene Mitmachangebote.
Jede*r ist herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenlos. Einfach Hunger, Geschirr, Besteck und eine Brotdose für Reste mitbringen.

Die Schnippeldisko wird organisiert vom Ernährungsrat Oldenburg, dem Ökumenischen Zentrum Oldenburg und JANUN.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Ernährungsrates Oldenburg.

Schnippeldisco in Oldenburg
© Sascha Stüber

 

„Die Schülerinnen und Schüler haben viele unterschiedliche Lebensmittel mit zur AG gebracht. 

Dabei waren zum Beispiel überreife Bananen, altes Brot, Schokoaufstrich mit überfälligem MHD, Käse, Weihnachtsmänner und sehr harte Clementinen.

Gemeinsam haben wir  überlegt, was wir daraus Leckeres kochen können. Das hat den Kindern und mir sehr viel Spaß gemacht. 

Die überbackenen Brotecken, die Bananenmixmilch, Obst in warmer Schokoladensoße, Orangensaft und Dip mit Gemüse waren sehr schnell verzehrt.

Jede Schülerin und jeder Schüler hat noch Infokärtchen zur Resteverwertung und den Sticker „Zu gut für die Tonne"  bekommen. Die Aktion kam sehr gut an.“

Elke Meyer 

Schnippeldisko in der KGS Bad Münder
© E. Meyer

 

"Um ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung zu setzen, bereiteten Maßnahme-Teilnehmende und Auszubildende aus dem Bereich Hauswirtschaft an verschiedenen Tagen leckere Mittagessen aus „ausrangierten“ Lebensmitteln zu die nach dem Kochen in geselliger Runde verspeist wurden.

Die Schnipplerinnen erfuhren in einer Theorieeinheit vor dem Kochen, wie viele Lebensmittel die Supermärkte, die Industrie, aber auch (Groß-) Haushalte ausrangieren. Den Teilnehmenden wurde, neben den finanziellen und nachhaltigen Aspekten, aufgezeigt welche globalen Auswirkungen es hat, wenn wir achtlos mit Lebensmitteln umgehen.

Die Lebensmittel wurden gespendet von der Rila Feinkost-Importe GmbH & Co. KG, der PRIMA-FOOD Service GmbH & Co. KG und dem Marktkauf Espelkamp.

Die Aktion war toll und wir sind gerne wieder dabei."

Zutaten und Gericht der Schnippedisko
© I. Böker

 

 

TIPPS FÜR SCHULEN

Es gibt viele Materialien für Schulen, die die Themen Lebensmittelwertschätzung und Lebensmittelverschwendung aufgreifen. Einige Beispiele mit entsprechenden Links zu den Seiten finden Sie hier.

Auf Festen und Schnippeldiskos ist die Lebensmittelsicherheit natürlich sehr wichtig. Die Sarah-Wiener-Stiftung hat ein Hygienemerkblatt für gute Hygienepraxis beim pädagogischen Kochen mit Kindern veröffentlicht.

Eine Übersicht hat auch die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen erstellt. Dort finden Sie u. a. die ausführliche Leitlinie „Feste sicher feiern“. Diese wurde von der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) unter der Leitung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) verfasst. Sie enthält bundesweit einheitliche Hygiene-Anforderungen. Veranstalter*innen und den meist ehrenamtlichen Helfer*innen bietet sie einen Maßstab zur Orientierung, was hygienisch in der Praxis geht und was nicht. Ein Leitfaden für ehrenamtliche Helfer ist ebenfalls verfügbar.

 

Nachhaltigkeit ist ein Querschnittsthema
In Fächern wie Hauswirtschaft, Ehtik, Sachkunde, Biologie oder Deutsch kann das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen werden. Die Wahl der Lebensmittel und diese nicht zu verschwenden ist ein Aspekt dabei. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zeigt viele Tipps und Möglichkeiten, um sich nachhaltiger zu ernähren. Besonders gut zum Thema passt der Klimatipp 2 „Lebensmittel verwenden, nicht verschwenden!“.

Lehrmaterialien und Arbeitshefte
Von Zu Gut für die Tonne! finden Sie hier verschiedene Lehrmaterialien und Arbeitsblätter.
Es kann für die Klassen 3-6 und Klassen 7-9 heruntergeladen oder als Klassensatz bestellt werden. Dort sind auch Videos veröffentlicht (siehe unten).

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) stellt ebenfalls Materialien für Schulen bereit.
Für die Klassen 1-2 finden Sie Materialien zum Thema „Muss Obst immer schön sein?
Für die Klassen 4-6 gibt es das Heft „Mein Frühstück für unsere Zukunft“. Dies behandelt das Thema Frühstück, inklusive der benötigten Ressourcen. Es eignet sich beispielsweise für eine Aktionswoche.

Für die Klasse 3-6 ist das Unterrichtsmaterial „Was passiert mit den Lebensmitteln, die wir nicht essen?“ entwickelt worden. Dies wurde vom Materialkompass der Verbraucherzentrale Bundesverband mit der Note „gut“ bewertet.

Die Welthungerhilfe hat das Schülerheft „Stoppt Verschwendung“ erstellt, mit Fakten, reflektierenden Fragen, Hintergründen, Links und Tipps. ­­Dazu gibt es ebenfalls ein Lehrer*innenheft. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat es im Materialkompass mit der Note „sehr gut“ bewertet.

 

Einige Ideen hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) zusammengestellt in der Rubrik „Umwelt im Unterricht, aktuelle Bildungsmaterialien“. Vorschläge für die Grundschule sowie für die Sekundarstufe sind konkret vorbereitet worden.

Das Projekt Food Lab Home hat ein Handbuch mit einem Bildungskonzept entwickelt, welches sowohl für drei Projekttage, als auch in Auszügen anwendbar ist. Online gibt es einen Food Waste Tracker. Über ihn können weggeworfene Lebensmittel eingetragen werden. Das Programm rechnet es in den CO2-Verbrauch um und vergleicht es z. B. mit dem Energieverbrauch einer LED-Lampe.

 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat zwei kurzweilige Einstiegsvideos veröffentlicht: „Welche Ressourcen verbraucht unser Essen?“ sowie „Warum werfen wir Lebensmittel weg?“.

Die DGE Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen hat für die Online-Lehreinheit Videos erstellt, die sich direkt an Schüler*innen wenden und die Sie hier finden. Der 15-minütigen Film „Lebensmitteln wieder einen Wert geben“ kann einen guten Start in das Thema geben (inkl. dazugehörigem Quiz). Der Film „Lebensmittelwertschätzung zu Hause starten“ behandelt u. a. das Thema „Impro-Cooking“.

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs vom ZEHN für Schüler*innen wurde ein selbstgedrehtes Video mit einem 1. Platz ausgelobt. Es zeigt eindrücklich Gedanken, die Rund um das Thema Lebensmittelverschwendung entstehen können - von Schüler*innen für Schüler*innen. Ihre Schule BBS Einbeck hat das Video „Too good to go – Poetry Slam“ anschließend veröffentlicht.

 

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat dazu einen Artikel verfasst. Dieser zeigt vielfältige Ideen auf, u. a. eine gemeinsame Schnippelaktion als Programmpunkt auf einem Klassen- bzw. Schulfest anzubieten.

 

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein verpflichtender Aufdruck auf vielen verpackten Lebensmitteln, doch nicht allen ist die Bedeutung klar. Ein Übersichtsblatt vom ZEHN klärt auf. 
2022 hat das ZEHN zu einer MHD-Challenge aufgerufen. Rund 100 Einsendungen von Teilnehmenden zeigen Fotos von Lebensmitteln mit überschrittenem MHD, sowie deren Verwertung. Die bunte Vielfalt macht deutlich, wie lange Lebensmittel nach dem MHD oft noch essbar sind.

Von der Verbraucherzentrale Hamburg gibt es eine Checkliste, die anschaulich erklärt, wie Verbraucher*innen prüfen können, ob Lebensmittel mit überschrittenem MHD noch verzehrfähig sind.