ZEHN - Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen

Gemeinsam gegen Ernährungsarmut: Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen bringt Fachleute zusammen

1,37 Millionen Menschen sind in Niedersachsen von Armut betroffen, das sind rund 17,1 Prozent der Bevölkerung. Armut wirkt sich auch auf die Ernährung der Betroffenen aus. Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) bringt jetzt Fachleute zusammen, um konkrete Handlungsempfehlungen gegen Ernährungsarmut zu erarbeiten. Dies geschieht im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, um Niedersachsens Ernährungsstrategie umzusetzen.

Ernährungsarmutz
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1,37 Millionen Menschen sind in Niedersachsen von Armut betroffen, das sind rund 17,1 Prozent der Bevölkerung. Armut wirkt sich auch auf die Ernährung der Betroffenen aus. Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) bringt jetzt Fachleute zusammen, um konkrete Handlungsempfehlungen gegen Ernährungsarmut zu erarbeiten. Dies geschieht im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, um Niedersachsens Ernährungsstrategie umzusetzen.

Niedersachsen. Ernährungsarmut betrifft viele Menschen. Sie können sich mengenmäßig nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgen. Hunger oder fehlende Nährstoffe sind dann die Folge, mit direkten Auswirkungen auf die Gesundheit. Darüber hinaus hat Ernährungsarmut auch einen sozialen Aspekt, wenn Freundinnen und Freunde nicht nach Hause zu einem gemeinsamen Essen eingeladen werden können oder Essen gehen aus finanziellen Gründen ausgeschlossen ist. Ihr Sozialleben ist eingeschränkt.

In einem mehrstufigen Beteiligungsprozess mit insgesamt 31 Organisationen geht das ZEHN nun die Ernährungsarmut im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an. Die Organisationen kommen aus der Wissenschaft und aus Fachinstitutionen im Ernährungsbereich, ebenso wie aus zivilgesellschaftlichen Vereinen und zahlreichen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, die mit den betroffenen Menschen arbeiten. Weitere niedersächsische Landesministerien sind eingebunden, wie beispielsweise das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen gegen Ernährungsarmut in Niedersachsen zu erarbeiten. Diese sollen Ende 2024 veröffentlicht werden.

„Um wirksam gegen Ernährungsarmut vorzugehen, müssen wir in Niedersachsen geschlossen zusammenzuarbeiten und gemeinsam konkrete Handlungsansätze entwickeln“ erklärt Annika Gaurig, Leitung des ZEHN.

Ernährungsministerin Miriam Staudte: „Ernährungsarmut muss bekämpft werden. Ich begrüße sehr, dass nun Fachleute in einem partizipativen und transparenten Prozess konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten. So kommt die Niedersächsische Ernährungsstrategie voran. Von Armut betroffene Menschen dürfen nicht im Verborgenen alleine gelassen werden, denn eine gesunde und nachhaltige Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein.“

Laut Handlungsorientierter Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) waren 2022 rund 1,37 Millionen Menschen in Niedersachsen von relativer Einkommensarmut betroffen. Das sind 17,1 % der Bevölkerung.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hatte die Situation für Armutsbetroffene verschärft. Die Tafeln waren zeitweise geschlossen. Durch die Schul- und Kitaschließungen fiel für viele Kinder eine warme Mahlzeit am Tag weg. Die Inflation und höhere Preise für Energie und Rohstoffe wirken sich auch auf die Preise für Lebensmittel aus.

Hintergrund: Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen setzt sich für die Themen Lebensmittelwertschätzung, Ernährung und Hauswirtschaft ein und ist die zentrale Anlaufstelle und Netzwerk für diese Themen in Niedersachsen. Das ZEHN unterstützt die Umsetzung von Niedersachsens Ernährungsstrategie. Gemeinsam mit niedersächsischen Akteurinnen und Akteuren wird so eine gesundheitsfördernde und nachhaltigere Ernährung gestärkt.