ZEHN - Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen
Bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ 2022

Bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ 2022

Vom 29. September bis 6. Oktober 2022 findet zum dritten Mal die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ statt. Seien Sie auch in diesem Jahr dabei und beteiligen Sie sich mit einer Aktion!

 
Gemüse Garten krumm - © Charlotte Schneider

 

LEBENSMITTELRETTEN LEICHT GEMACHT

Äpfel, Brot und Co. sind viel zu schade zum Wegwerfen!
Egal ob Verein, Betrieb, Schulklasse oder Privatperson: An der bundesweiten Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ vom 29. September bis zum 6. Oktober kann sich jede*r mit einer Aktion beteiligen. Ob Mitmach-Aktion auf dem Schulhof, Online-Vortrag, Kochworkshop oder Gedicht - jede Aktion hilft, die Menschen auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen.

Niedersachsenweit liegt die Koordination beim ZEHN, bundesweit organisiert sie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Privathaushalten, da dort statistisch gesehen am meisten Abfälle anfallen: pro Person circa 75 Kilogramm im Jahr.  

 

IDEEN GEFÄLLIG?

Möglichkeiten mitzumachen gibt es viele:
- Gründung einer Verteilergruppe für Lebensmittel
- Aktion auf dem Schulhof oder Wochenmarkt
- Workshops zur Zero-Waste-Küche
- Teilnahme an der Gelben Band Aktion
- Messungen von Tellerresten in der Kantine inkl. Befragung zu 
  Gründen und Tipps zur Reduzierung
- einen Tag der offenen Tür auf dem eigenen Hof

Weitere Ideen gibt es im Aktionsleitfaden der Initiative Zu Gut für die Tonne. 

 

Obst und Gemüse in einer Kiste auf dem Markt zum halben Preis  - © Charlotte Schneider

 

 

SCHÜLER-VIDEO ZUM THEMA

Im Rahmen unseres Schülerwettbewerbs „Mit Lebensmittelwertschätzung Schule machen“  haben Schülerinnen der BBS Einbeck den Film „Too good to go – Poetry Slam“ erstellt und damit in ihrer Altersgruppe den ersten Platz gemacht. Der Film reflektiert den ganz normalen Alltag und Folgen der Lebensmittelverschwendung. Schauen Sie gern mal rein!

 

MITMACHEN? GANZ EINFACH!

Sie möchten sich an der Aktionswoche beteiligen? Toll!
Dafür füllen Sie einfach den Teilnahmebogen aus.
Wie es genau funktioniert steht unten im grünen Kasten.

In der Aktionswoche können Sie sich natürlich auch an anderen Aktionen beteiligen! Die verschiedenen Angebote finden Sie in Kürze auf der Seite Zu gut für die Tonne oder für Niedersachsen auch auf unserer Seite.

 

Socke mit Obst und Gemüse - © Charlotte Schneider

 

Citizen Science Projekt  - © BMEL

 

CITIZEN SCIENCE PROJEKT ZUM SCHWERPUNKT PRIVATE HAUSHALTE

 Aktuell findet ein Citizen Science Projekt statt: Bürger*innen können die Lebensmittelabfälle in der eigenen Küche ermitteln und mit Hilfe von Aktionen, die während der Aktionswoche angeboten werden, reduzieren. Dies liefert dem BMEL weitere Zahlen zur Lebensmittelverschwendung in privaten Haushalten und gibt ihnen die Möglichkeit, die Aktionen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Weitere Informationen finden sie hier.

 

SO MACHEN SIE MIT

1. Registrierung bei der Aktionswoche 2022 „Deutschland rettet Lebensmittel!“

Worum geht es in Ihrem Projekt? Was ist Ihr Ziel und wo findet es statt? Registrieren Sie Ihr Projekt bei „Zu gut für die Tonne!“. Füllen Sie hierzu das Anmeldeformular für die Aktionswoche 2022 „Deutschland rettet Lebensmittel!“ aus. Senden Sie das ausgefüllte Formular und gerne ein passendes Foto mit Urheberangabe an kontakt@zugutfuerdietonne.de: Damit registrieren Sie Ihre Aktion beim Initiator der bundesweiten Aktionswoche 2022 und zeigen bundesweit, welche großartige Aktion Sie hier in Niedersachsen bieten. Ihr Projekt wird nach der Registrierung zudem auf der Website von „Zu gut für die Tonne!“ veröffentlicht.

 

2. Veröffentlichung durch das ZEHN

Wir können Ihre Aktion bekannter machen: Gerne nutzen wir unsere Kontakte zur Presse und zum Radio um von Ihrer Aktion zu berichten. Senden Sie uns dafür eine Kopie Ihres Anmeldeformular für die Aktionswoche 2022 „Deutschland rettet Lebensmittel!“ und (falls vorhanden) das dazugehörige Foto (per E-Mail an info@zehn-niedersachsen.de). Zusätzlich senden Sie uns bitte das ausgefüllte Formular zur Einwilligung der Weitergabe Ihrer Daten. Wir übertragen die Informationen zu Ihrer Aktion vom Anmeldebogen auf unsere Homepage und stellen (falls vorhanden) das dazugehörige Foto online. Zudem greifen wir einzelne angemeldete Aktionen auf und stellen sie auf unseren Social-Media-Kanälen vor oder erwähnen sie in der Presse oder im Radio. Nach Erhalt Ihres Anmeldeformulars senden wir Ihnen zudem eine Muster-Pressemitteilung zu, mit der Sie sich an Ihre lokale Presse wenden können.

 

 

 


Rückblick: Aktionen für mehr Lebensmittelwertschätzung aus Niedersachsen 2021

Von Oldenburg über Diepholz bis Wolfsburg, von Osnabrück bis Hannover: Auch in 2021 hat Niedersachsen sich wieder mit zahleichen Aktionen bei "Deutschland rettet Lebensmittel" beteiligt. Wir vom ZEHN bedanken uns recht herzlich bei allen Aktiven. Die Aktionen aus 2021 sind in der folgenden Übersicht aufgelistet.

Landwirtinnen und Landwirte stehen ganz vorne in der Wertschöpfungskette und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Ernährung! Wer die fertigen Produkte kauft, weiß oft nicht, was hinter der Produktion steckt: Welcher Arbeitseinsatz? welche Ressourcen- oder Landnutzung? Und welche Teile des Gemüses darf man „überraschenderweise“ noch mitessen?

Daher haben für Niedersachsen das Landvolk, die Landwirtschaftskammer und das ZEHN die Landwirt*innen zu einer gemeinsamen Social-Media-Aktion aufgerufen: In kurzen Videoclips erklärten Landwirt*innen unter dem #DeutschlandRettetLebensmittel und #NiedersachsenRettetLebensmittel Hintergründe rund um unsere Lebensmittel, das Leben auf dem Hof und welche Rolle das Thema Lebensmittelverschwendung für sie spielt.

 

 "Ich bin doch nicht von gestern..." - ein einfaches Würfelspiel, das auch schon ganz jungen Lebensmittelwertschätzern den Wert von nicht mehr "taufrischem“ Obst, Gemüse u. Co. spielerisch zeigt: solche Lebensmittel einsammeln, damit punkten und dann daraus eine kleine Mahlzeit zaubern. Das Spiel gab es gegen eine Spende für die Tafel Osnabrück als Druckvorlage zum Ausmalen.  

Spiel_Högermann - © Högermann

 

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen verknüpfte die Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ in diesem Jahr mit dem Tag der Schulverpflegung und hatte dazu folgenden Angebote:

23.09.2021 | Auftakt am Tag der Schulverpflegung: Online-Veranstaltung "Was hat unser Schulessen mit dem Klima zu tun?“, Zielgruppe: Schulen und Träger des Ganztages

29.09. – 06.10.2021 | Aktionswoche "Prima Klima in der Schulmensa – VERSCHWENDEN BEENDEN!", Tellerrestemessung in der Mensa zu messen

06.10.2021 | Online-Treffen "Klimagesunde Schulverpflegung – pflanzenbasierte Vielfalt genießen“ Zielgruppe: Verpflegungsanbieter

Logo vom Tag der Schulverpflegung - © Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen

 

"Lebenmittelwertschätzer" und der Ambrosia Bioladen in Osnabrück organisierten eine interaktive Schreibwerkstatt für Groß und Klein. Dabei riefen die Institutionen dazu auf, Geschichten (Abenteuer. Rollenspiele, Gedichte, einen Liedtext u. ä.) zu den "Schmatzlingen" zu schreiben - Handpuppen aus Socken, die Obst und Gemüse lieben, was nicht mehr der Norm entspricht.

Besonders schöne Beiträge wurden auf den Facebookseiten von Lebensmittelwertschätzer und vom Ambrosia Bioladen veröffentlicht. 

Schmatzlinge Schreibwerkstatt - © Christiane Högermann

 

Für die Aktionswoche hatte der Seelzer Brotkorb e.V.  ein paar außergewöhnliche Brotaufstriche kreiert, denn: Aus Obst- und Gemüseresten oder überreifen Lebensmitteln lassen sich leckere Frucht- und Gemüseaufstriche fürs Brot herstellen, statt die Früchte zu entsorgen.

Überschüssige Lebensmittel konnten zudem für die eigene Ausgabe gespendet werden. 

Marmeladen aus Obst- und Gemüseresten  - © Oliver Wehse

 

 

Wie werden Kartoffeln angebaut? Wie geerntet? An zwei Wochenenden im September und Oktober konnten Interessierte Kartoffeln auf dem Acker der Familie Schulze im Raum Gifhorn/Wolfsburg selber ernten.

Vor Ort hatte jede*r die Chance, mit Expert*innen ins Gespräch zu kommen. Es gab Infos, wie Kartoffeln am besten gelagert werden, damit sie möglichst lange halten und ob gekeimte Kartoffeln noch essbar sind.
 

bunte Kartoffelernte auf dem Feld - © Maren Schulze

 

Blätter, Wurzel, Schalen, Strunk - viel zu schade für den Biomüll! Gemüsereste lieber mit Wasser köcheln lassen und so eine würzige Brühe als Grundlagen für Suppen und Saucen zaubern.

Was alles für die Gemüsebrühe verwertet werden kann und in welchen Rezepten sie besonders gut schmeckt, verriet der Küchenleiter der DGE-zertifizierten Betriebsgastronomie im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Albin Schadzek. Jede*r durfte kommen, denn die öffentliche Kantine steht allen offen! Natürlich durfte die Brühe auch probiert und ein kleines Glas mitgenommen werden. 

Zusätzlich wurden in der Aktionswoche die Tellerreste der Tischgäste gesammelt und gewogen, um sichtbar zu machen, wie viel übrig geblieben ist.

 

In einem kostenlosen Onlinevortrag der Verbraucherzentrale ging es um Wissenswertes zum nachhaltigen und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln.

Viele Millionen Tonnen noch genießbarer Lebensmittel landen jährlich im Müll. Dadurch werden nicht nur Rohstoffe verschwendet und das Klima belastet. Auch unter ethischen Gesichtspunkten sind die hohen Lebensmittelverluste ein Problem. Der Online-Vortrag der Verbraucherzentrale Niedersachsen zeigte, was der oder die Einzelne unternehmen kann, um die Lebensmittelverluste im Alltag zu reduzieren. Er informierte über globale Zusammenhänge und es gab Tipps, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf, bei der Lagerung und der Zubereitung Zuhause achten können. 

Verbraucherzentrale Niedersachsen  - © Verbraucherzentrale Niedersachsen

 

Zu einem Online-Workshop lud das Umweltzentrum Hollen gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager der reformierten Kirche ein. Anschließend gab es für alle ein Zero-Waste Rezept, das jede*r in seiner Küche zubereitet hat. Passend erschien dann noch eine Podcastfolge von "Wirfmichnichtweg" mit einem Bildungsreferenten von "Brot für die Welt". 

 

Am 5. Oktober haben die VHS des Landkreises Diepholz und das Umweltzentrum Hollen einen kleinen Einblick gegeben, wie Lebensmittelverschwendung in der Küche reduziert werden kann. Dabei wurden die theoretischen Grundlagen für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln vermittelt und und es gab viele Tipps für die Umsetzung zu Hause. Rezepte und kurze Filme rundeten den Vortrag ab.

 

Die KreisLandFrauen Bersenbrück haben aufgerufen, Obst aus dem eigenen Garten oder von frei verfügbaren Bäumen am Wegesrand / auf Streuobstwiesen (z.B. gekennzeichnet mit Gelbem Band) zu frischem Saft vermosten zu lassen. Der gepresste eigene Saft konnte käuflich erworben werden in 5 l Packs zum Preis von 6,- € . Es bestand auch die Möglichkeit, den eigenen Saft für Kindergärten zu spenden.

Rewena Äpfel am Apfelbaum - © Sigrid Schüler

 

Die Bäckerei Dietz aus Buxtehude stellte aus übriggebliebenem Brot Brotbrand her. 

Gerade in der Weihnachtszeit werden viele Gebäckspezialitäten mit Alkohol aromatisiert. Neben dem Flaschenverkauf wollte die Bäckerei weitere Verwendungsmöglichkeiten für den Brotbrand nutzen. So z. B. in der Haustorte, in Dinkel-Christstollen, in aromatisiertem Marzipan, oder in der Punschspezialität Wintertied. So konnte auch teilweise der Einsatz von Rum, der mit Zuckerrohr in Übersee hergestellt wird, mit einem regionalen Produkt ersetzt werden.

 

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen e. V. hat vielseitige Hinweise zu Bildungsmaterialien für Kindertagesstätten und Schulen sowie Infos und Anregungen zur Lebensmittelwertschätzung angeboten.

Auf der Internetseite www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/lebensmittel-wertschaetzen gab es verschiedene Informationen rund um das Thema der Lebensmittelwertschätzung und -verschwendung mit Fokus auf Schulen und KiTas. Zum Beispiel: 

  • Nachhaltigkeit in der Schulverpflegung - Kriterien für eine klimaschonende Ernährung
  • Schulverpflegung mit Verantwortung - Anregungen, Materialien und Hilfen für die Schulverpflegung zum Thema Lebensmittelwertschätzen, Reste vermeiden, Verschwendung entgegenwirken
  • Lebensmittelwertschätzung ganz praktisch - Informationen und die Links zu den über 65 außerschulischen Lernorten in Niedersachsen 
  • Lebensmittelwertschätzung - "Kürbisvielfalt auf der Spur" und "Alte Apfelsorten neu entdeckt" 
  • Frühstück und Snacks für die KiTa – frisch, lecker, nachhaltig. Tipps für die Frühstücksbox, Regrow-Aktion und Snackkultur
  • Erdüberlastungstag 2021 - Wie kann Ernährung zur Entlastung beitragen? 
  • Lebensmittel retten & fair-teilen - Informationen und Einblicke ins System Foodsharing

 

Kontakt

Charlotte Schneider

Schneider, Charlotte
Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen
Telefon: 0441 801-577
Telefax: 0441 801-570
E-Mail:

Talke Gristede

Gristede, Talke
Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen
Telefon: 0441 801-573
Telefax: 0441 801-570
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