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Die Outdoor-Küche ist eröffnet

Von Maren Meyer

Outdoor-Küche - © ZEHN


Es ist wieder Grillsaison. Sobald die ersten Sonnenstrahlen hervorkommen, stehen Holzkohle-, Elektro- oder Gasgrill auf der Terrasse.
10 Tipps vom ZEHN für den guten und gesunden Genuss in der Outdoor-Küche:

  1. Hygiene beachten!

    Rohes Fleisch und andere tierische Produkte sind sehr empfindliche Lebensmittel. Viren und Bakterien können sich schnell vermehren und bei falschem Umgang in der Küche zu Übelkeit oder Erbrechen führen. Fleisch daher immer ausreichend erhitzen und gut durchgaren. Teller, Besteck und Hände, die mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, gründlich waschen – so gelangen die Keime nicht auf andere Lebensmittel, die nicht mehr erhitzt werden. Bei den zum Grillen beliebten Dips und Soßen wie etwa Mayonnaise auf rohe Eier verzichten. Sie werden in der Outdoor-Küche nicht ausreichend gekühlt.
  2. Auf Aluschalen verzichten!

    Aluschalen sind ein beliebtes Grillzubehör – für die Gesundheit aber nicht ganz ungefährlich. Besonders wenn säure- und salzhaltige Lebensmittel wie mariniertes Fleisch, Grillkäse mit Tomaten oder Fisch mit Zitrone in der Aluschale gegrillt werden, kann sich Aluminium lösen und in die Speisen übergehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt, dass eine erhöhte Aluminiumaufnahme Nieren und Knochen schädigen und sich auf das Nervensystem auswirken können. Das gleiche gilt auch für Aluminiumfolie. Eine gute Alternative sind wiederverwendbare Schalen aus Edelstahl, Keramik oder Emaille. So spart man gleichzeitig auch eine Menge Müll.
  3. Es muss nicht immer Fleisch sein – die Kombi macht’s!

    Zu viel Fleisch ist weder für die Gesundheit noch für das Klima gut. Der Kreativität der vegetarischen Grillküche sind keine Grenzen gesetzt. Frische Salate und Antipasti ergänzen das Grillbuffet als leckere Beilage. Die Verbraucherzentrale empfiehlt für Gemüse vom Grill vor allem festfleischige, saftige Gemüsesorten wie Zucchini, Aubergine, Champignons, Kartoffeln oder Kürbis und gibt die passende Anleitung zur Zubereitung. Auch für den süßen Nachtisch vom Rost ist etwas dabei.
  4. Grillgut nicht mit Bier ablöschen!

    Stiftung Warentest warnt: „Es ist nicht ratsam, Fleisch mit Bier zu bespritzen und so die Glut in Schach halten zu wollen oder auf mehr Geschmack zu hoffen.“ Die Bierdusche wirbelt Asche auf, die auf dem Grillgut und schließlich im Magen landet.
  5. Verbrannte Stellen abschneiden!

    Ist der Grill zu heiß, verkohlen Fleisch und Gemüse schnell. Dabei entstehen gesundheitsschädigende Stoffe, die laut BfR im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Schwarz verbrannte Stellen daher besser vor dem Essen abschneiden.
  6. Kreativität freien Lauf lassen – Grillen ist ideal zur Resteverwertung!

    Der Kreativität sind beim Grillen keine Grenzen gesetzt und dabei lassen sich einige Lebensmittel vor dem Müll retten: Übrig gebliebenes Gemüse lässt sich in den Salat schneiden oder als Gemüsespieß auf dem Grill garen. Frische Kräuter verfeinern den angefangenen Joghurt vom Frühstück zu einem Dip und braune Bananen runden das Grillfest als süßer Nachtisch ab.
  7. Achtung bei Tropfgefahr!

    Saft und Fett von Fleisch, Gemüse oder Käse sollte nicht in die Glut oder auf die Heizstäbe tropfen. Auch dabei entstehen gesundheitsschädigende und potentiell krebserregende Schadstoffe. Mit dem Rauch gelangen sie auf das Grillgut und werden anschließend verzehrt. Die praktischen Grillschalen aus Tipp 2 vermeiden das Risiko.
  8. Grillzange anstatt Grillgabel verwenden!

    Eine Grillgabel hinterlässt durch das Einstechen ins Fleisch Löcher, über die Flüssigkeit verloren geht. Dadurch wird das Fleisch zäh und trocken. Eine Grillzange eignet sich besser. Das ist auch mit Blick auf Tipp 7 besser.
  9. Den Feinschliff verpassen – mit Salz und frischen Kräutern erst zum Schluss würzen!

    Die richtige Würze sollte das Grillgut erst nach dem Grillen auf dem Teller erhalten. Salz entzieht Feuchtigkeit und trocknet Fleisch schneller aus, frische Kräuter können bei zu starker Hitze verbrennen.
  10. Müll mitnehmen!

    Gerne wird die Outdoor-Küche vom heimischen Garten oder Balkon auch in den nächst gelegenen Park oder an den See verlegt. Das Essen im Freien hat so seinen Charme – dann doch aber bitte auch den Müll wieder mitnehmen.

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