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Die Kontrolle behalten – Finanzen im Griff

Von Angrit Bade

Fehlende Zutaten ersetzen – Kreativität ist gefragt! - © ZEHN


Viele Menschen sind derzeit von Kurzarbeit betroffen. Für die Finanzplanung in den Familien ist das eine große Herausforderung. Wenn der Monat beginnt, ist meistens schon mehr als die Hälfte des Monatseinkommens fest verplant – für Miete, Nebenkosten, Auto, Beiträge im Sportverein oder für das Fitnessstudio. Gerade als Familie ist es oft schwierig, den Überblick über die Ausgaben zu behalten.


Haushaltsbuch führen

Wer einen Plan für den eigenen Haushalt anfertigt, kann Einnahmen und Ausgaben ganz einfach gegenüberstellen. Dabei unterstützt ein Haushaltsbuch, das häufig von Banken angeboten wird. Auch die Verbraucherzentrale hat ein Haushaltsbuch zum kostenlosen Download entwickelt. Apps stellen die digitale Alternative zum Haushaltsbuch dar. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Anwendungen, wie beispielsweise Bluecoins und Money Manager, um Ausgaben schon im Supermarkt festgehalten zu können.
Kosten für Lebensmittel oder Kleidung werden durch die Auflistung greifbarer. Das Haushaltsbuch erleichtert die Übersicht, Ausgaben lassen sich besser planen und kontrollieren. So fällt es leichter, den sogenannten „Geldfressern“ auf die Spur zu kommen. Wer seine regelmäßigen Ausgaben kennt, weiß wie viel Geld am Ende des Monats noch auf dem Konto ist. Die langfristige Planung ermöglicht so beispielsweise den Zoobesuch am Monatsanfang, ganz ohne schlechtes Gewissen.
Um daran zu denken, das Haushaltsbuch regelmäßig zu führen, gibt es ein paar Tipps: Dazu gehört, mindestens einen Monat lang die Belege beim Einkaufen mitzunehmen und sich einmal wöchentlich, zum Beispiel nach dem Wocheneinkauf, hinzusetzen und die Ausgaben zu notieren. Die Belege helfen, das Aufschreiben nicht zu vergessen.


Belege kontrollieren

Nicht nur in Zeiten von Corona ist die Hektik an der Kasse manchmal groß. Fehler passieren: Kaffee wird zweimal eingebucht, bei der Eingabe zur Kartenzahlung wird das Komma falsch gesetzt und schon ist die Rechnung höher als erwartet. Deshalb unbedingt Einkaufsbelege kontrollieren. Wer mit Karte zahlt, erhält einen Beleg, der bis zur Abbuchung der Summe vom Konto aufbewahrt werden sollte. Kontoauszüge zu kontrollieren zahlt sich aus, denn so lassen sich eigene Fehlbuchungen oder unberechtigte Abbuchungen verhindern bzw. rückgängig machen.


Klare Grenzen für Ausgaben einplanen

Nicht nur für die Kontrolle der Ausgaben, sondern auch um ein Gefühl von „Freiheit“ zu behalten, ist es sinnvoll, für bestimmte Dinge feste Budgets einzuplanen, zum Beispiel um mit den Kindern in den Freizeitpark zu gehen. Ist im Vorfeld ein klarer Betrag festgelegt, kann jeder den Tag ohne schlechtes Gewissen und Grübelei über Preise verbringen. Dieses Beispiel ist in Corona-Zeiten so nicht umsetzbar, aber die Idee ist übertragbar auf jeden größeren Einkauf – gerade auch online.


Shoppen ohne Reue

Die meisten Kaufentscheidungen werden emotional gefällt. Wer den Einkauf im Vorfeld plant und einen Einkaufszettel schreibt, kann Geld sparen. Sogenannte Impulskäufe sollten vermieden werden. Auch wenn das Maxipaket Joghurts vermeintlich ein Schnäppchen ist: Die Werbeindustrie lockt uns, aus einer Laune heraus zu kaufen, was nicht unbedingt benötigt wird. Ob Deko-Artikel oder das neue Paar Schuhe – Kaufentscheidungen sollten gut durchdacht werden. In den meisten Geschäften lassen sich Sachen zurücklegen. Am besten eine Nacht darüber schlafen.
Wer den Blick über die eigenen Finanzen behält, hat in der Regel nicht nur mehr Geld zur Verfügung, sondern auch ein besseres Gefühl beim Einkauf. Schon nach zwei oder drei Monaten ergibt sich ein klares Bild rund um die eigenen Ausgaben und damit die Chance, teure Gewohnheiten einfach zu verändern.



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