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Nicht nur in Zeiten von Corona – Einkauf sinnvoll planen

Von Angrit Bade

Mit einem Wochenplan lässt sich der Einkauf strukturieren und es bleibt mehr Zeit für die Familie. - © ZEHN


Ein gut organisierter Haushalt erleichtert den Alltag – besonders deutlich zeigt sich das gerade jetzt, wenn zwischen Kinderbetreuung und Homeoffice nur wenig Zeit für die Hausarbeit bleibt. Das ZEHN – Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen erklärt, wie sich der Wocheneinkauf auf einen einzigen Tag reduzieren und damit auch die Verbreitung des Coronavirus eingrenzen lässt. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, machte in Ihrer Rede am 17. März deutlich, dass die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland gesichert ist. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist es wichtig, zuhause zu bleiben. Dazu gehört auch, unnötige Einkäufe zu vermeiden. Mit wenigen Tipps und guter Organisation gelingt das ganz einfach.


Einkauf richtig planen

Ganz wesentlich für einen durchdachten Einkauf ist die Planung. Der Wochenspeiseplan – eine Art Speisekarte für den eigenen Haushalt, spielt dabei die wichtigste Rolle: Für eine Woche im Voraus wird ein Plan für die Mahlzeiten aufgestellt. Dabei sollten die Vorlieben aller Familienmitglieder berücksichtigt werden. Fleischlose Mahlzeiten, wie eine leckere Gemüsesuppe, Nudelauflauf oder Pfannkuchen bringen Abwechslung in den Speiseplan. Die eigene „Speisekarte“ lässt sich flexibel handhaben: kein Problem, wenn sich die Reihenfolge der Speisen innerhalb der Woche ändert. Grundsätzlich ist die Haltbarkeit der Lebensmittel zu beachten: Frisches Fleisch und Fisch sind schnell verderblich und sollten zeitnah nach dem Einkaufen zubereitet werden. Die benötigten Mengen der einzelnen Zutaten lassen sich anhand von Rezepten pro Person berechnen. Das Bundeszentrum für Ernähurng (BZfE) empfiehlt außerdem, die eigene Hand als Maß für die richtige Portionsgröße zu verwenden: Die Hand ist so individuell wie der Bedarf eines Menschen. Kleine Kinder, die weniger Nahrung benötigen, haben auch kleinere Hände. Insbesondere bei Obst- und Gemüse bietet das Handmaß eine schnelle Orientierung. Die einzelnen Zutaten werden notiert und anschließend andere Haushaltsvorräte, wie zum Beispiel Wasch- und Reinigungsmittel oder Hygieneartikel kontrolliert und die Einkaufsliste vervollständigt.
Weitere Tipps und Hinweise zum Thema Einkaufen liefert die kostenlose Broschüre „Aufgetischt! - Wegweiser für Ernährung, Einkauf & Lebensmittel“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Doch nicht nur der Einkauf selbst lässt sich clever planen: Um Menschenmengen auszuweichen und damit die Ansteckungsgefahr zu verringern, ist es sinnvoll, einen bewussten Einkaufszeitpunkt zu wählen. Laut der Studie „Konsumenten punktgenau erreichen“ der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse von 2016 kaufen über die Hälfte aller Verbraucher die Güter des täglichen Bedarfs am Freitag und Samstag ein (vgl. S.10). Dienstag und Mittwoch sind die Tage, an denen die Supermärkte leerer sind. Wer an diesen Tagen einkauft, kann lange Anstehzeiten und damit auch Stress vermeiden.



Hauswirtschaftliche Alltagskompetenzen sind gefragt

Die Bedeutung des Haushaltes und der Haushaltsführung erreicht in diesen Tagen, an denen wir aus Sicherheitsgründen zu Hause bleiben, einen besonders hohen Stellenwert. Hauswirtschaftliche Kenntnisse erleichtern den Alltag und können die Lebensqualität verbessern. Ein gut geplanter Alltag bedeutet nicht nur Arbeits- und Zeitersparnis, sondern auch weniger Stress: Es bleibt mehr Zeit für die Familie, um zum Beispiel gemeinsam zu kochen und zu genießen. Inspirationen, einfach Rezepte und Tipps rund um das Kochen mit Kindern hat das BZfE zusammengestellt.

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