ZEHN - Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen

Hauswirtschaft sichtbar machen – mehr als 50 Expert*innen diskutierten über Öffentlichkeitsarbeit der Branche

Das Thema Öffentlichkeitsarbeit wird auch in der Hauswirtschaft immer wichtiger. Am 16. November veranstaltete das ZEHN das erste Dialogforum „Hauswirtschaft sichtbar machen". Online beteiligten sich mehr als 50 Expert*innen. Das Ergebnis: Jede und jeder einzelne ist gefragt, wenn es um das Image des Berufes geht!

Hauswirtschaft sichtbar machen Dialogforum - © Maren Schulze

Wie können wir das Interesse an der Hauswirtschaft bei Fachkräften und Azubis steigern? Was braucht es, damit die Menschen mehr über die Arbeit von Hauswirtschafter*innen erfahren? Und was kann jede und jeder einzelne dazu beitragen? Beim Dialogforum „Hauswirtschaft sichtbar machen“ des ZEHN wurde diskutiert, gemeinsam überlegt und es gab wertvolle Einblicke in die Hintergründe der Öffentlichkeitsarbeit. Zu der Online-Veranstaltung hatten sich mehr als 50 Teilnehmende aus ganz Niedersachsen und darüber hinaus angemeldet.

Blick hinter die Kulissen der Imagekampagne
Nach einem kurzen Einblick in die Arbeitsschwerpunkte des ZEHN von Leiterin Rike Detjen, stiegen alle Beteiligten konkret ins Thema Öffentlichkeitsarbeit ein: Maren Schulze, PR- und Social Media-Mitarbeiterin im ZEHN stellte die Imagekampagne „Hauswirtschaft ist angesagt“ vor. Bei der Kampagne legt das ZEHN-Team einen Fokus darauf, die Zielgruppe genau kennenzulernen. „Je genauer ich weiß, wen ich ansprechen möchte, für welche Themen sich diese Menschen interessieren und wie ich sie erreichen kann, desto gezielter kann ich auch meine Informationen aufbereiten“, so Maren Schulze. In einem ersten Schritt spricht das ZEHN mit der Kampagne Schülerinnen und Schüler an, die sich in der Berufsorientierun g befinden. Deshalb hat sich das Team auch Unterstützung für die Kampagne geholt: Fünf junge Hauswirtschafterinnen und ein Hauswirtschafter arbeiten an „Hauswirtschaft ist angesagt“ als Botschafter*innen mit. Zum Abschluss des Vortrages schalteten sich die Botschafterinnen Sophie Raupers und Marie Steenken und der Botschafter Niklas Seeberg dazu und berichteten, warum sie sich als Botschafter*innen einsetzen.

Jede*r einzelne kann etwas bewegen
Im Anschluss hielt Referentin Ines Kleuter von HofConnect einen Impulsvortrag zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Die Teilnehmenden erfuhren, was hinter dem Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“ steckt und wie sie gelingen kann: „Wir müssen uns mit dem Gegenüber, mit der Anspruchsgruppe auseinandersetzen und überlegen: Was interessiert die Gruppe überhaupt? Welche Message möchten die Verbraucher hören? Das kann je nach Zielgruppe sehr unterschiedlich sein“, so Ines Kleuter. Gleichzeitig sollten sich alle, die Öffentlichkeitarbeit betreiben möchten, fragen: Mit welchen Themen fühle ich mich wohl? Welche Geschichten kann ich erzählen? Die Referentin empfiehlt, sich im Vorfeld ausführlich Gedanken zu machen und ein Konzept aufzustellen. Dazu gehört nicht nur, mehr über die Zielgruppe zu erfahren, sondern auch eigene Rahmenbedingungen zu berücksichtigen: Zum Beispiel festzulegen, wieviel Zeit neben der eigentlichen Arbeit für Öffentlichkeitsarbeit bleibt.

Anhand von Beispiel-Websites und der Bildersuche zum Begriff „Hauswirtschaft“ erklärte Ines Kleuter, wie wichtig eine attraktive mediale Darstellung auch für Hauswirtschafter*innen ist. Ganz deutlich betonte sie: „Alle sind daran beteiligt, das Image der Hauswirtschaft nach vorne zu bringen. Wenn das nur aus einem einzigen Büro geschieht, wird es nie so erfolgreich sein, als wenn auch Praktiker begeistert aus ihrem Beruf berichten“, und motiviert die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen zu diskutieren, was jede und jeder einzelne beitragen kann.

Aktiv im Austausch
In Gruppen überlegten die Teilnehmenden, wie genau das funktionieren kann. Welche Best-Practice-Beispiele gibt es bereits? Wo liegen Herausforderungen oder „Startschwierigkeiten“ jede und jedes einzelnen? Und welche Erfahrungen wurden bereits gesammelt? Die Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter konnten bei der Anmeldung einen von drei Interessenschwerpunkten angeben, nach denen die Gruppen eingeteilt wurden: „Suche nach Azubis/Fachkräften“, „Wertschätzung des Berufes Hauswirtschaft im eigenen Betrieb“ und „Anerkennung des Berufes in der Gesellschaft“. Nach der Gruppenphase stellten die Moderator*innen die Arbeitsergebnisse zum Abschluss der Veranstaltung im Plenum vor.

„Wir freuen uns über die interessanten Arbeitsergebnisse und die großartigen Rückmeldungen zur Veranstaltung“, so Angrit Bade, Organisatorin und Fachreferentin für Hauswirtschaft im ZEHN. „In Zukunft hoffen wir, weitere Formate des Dialogforums durchführen zu können. Am liebsten natürlich in Präsenz!“

 

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